dinsdag 29 juli 2014

Der ewige Israeli (taz)

 

Veel hiervan geldt evenzeer voor de Nederlander met een Mening. Je hoeft tegenwoordig bepaald niet deskundig te zijn om in de krant te komen met je mening. Je schrijft gewoon dat je vroeger achter Israel stond, maar ze nu veel te ver gaan met hun bombardementen op scholen en ziekenhuizen, en dat ze nu hetzelfde lijken te doen als de nazi's met de Joden deden. En dan voeg je toe dat je dat eigenlijk niet mag zeggen van de machtige Israellobby die de media controleert (zeg nooit 'Joodse lobby') en die alle kritiek op Israel effectief de kop indrukt. Dat het plaatsen van je stuk je ongelijk bewijst, zal de meesten ontgaan.

 

Wat het ook altijd goed doet: 'juist de Joden zouden, na wat hun is overkomen, beter moeten weten en niet een ander volk moeten onderdrukken'. Vergeet daarbij niet toe te voegen dat sommige van je beste vrienden Joden zijn en dat zij je dit zelf hebben gezegd, en dat je juist daarom de moed hebt gevonden deze pijnlijke waarheid niet langer voor je te houden. Vergeet ook niet te melden dat je jezelf juist als vriend van Israel ziet en het beste met Israel voorhebt, maar dat juist goede vrienden elkaar de waarheid durven zeggen, ook als die pijnlijk is.

 

Israel moet tegen zichzelf beschermd worden want men is zelf, mede door het traumatische verleden, de weg kwijt geraakt en bezig de eigen toekomst samen met die van de Palestijnen kapot te bombarderen. Overigens roept juist al dat Israelische geweld veel haat en geweld tegen Joden op, en bevordert Israel daarmee juist het antisemitisme. Joden zijn daarbij buiten Israel vaak veiliger dan in Israel, en voordat Israel er was leefden ook de Joden en Arabieren in Palestina in vrede naast elkaar. Daarom roep je op tot een boycot van Israel, in Israels eigen belang en mede namens je kritische Joodse vrienden. Maar je zal wel weer voor antisemiet worden uitgemaakt door de 'CIDI-achtigen'....

 

RP

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Der ewige Israeli

http://www.taz.de/!107442/

Haben Sie vom Nahostkonflikt keine Ahnung, aber eine Meinung zu bieten? Wollen Sie als mutig gelten? Zehn Tipps für einen israelkritischen Text.

Haben Sie vom Nahostkonflikt keine Ahnung, aber eine Meinung zu bieten? Wollten Sie schon immer mal für mutig gehalten werden, weil Sie etwas aussprechen, was sowieso alle denken? Dann schreiben Sie doch einfach einen israelkritischen Text! Im Folgenden präsentiert Ihnen die Wahrheit eine kleine Handreichung, wie solch ein Text aussehen könnte, sowie ein paar – nennen wir sie: Stolpersteine, die Sie unbedingt beachten sollten, damit Ihre Publikation auch tatsächlich als israelkritisch wahrgenommen wird und nicht etwa als … na, Sie wissen schon.

1. Der Kronzeuge

Zitieren Sie einen israelkritischen Juden, denn wer einen Juden zitiert – das liegt in der Natur der Sache –, der kann die Juden nicht hassen. Bedienen Sie sich dabei der Einfachheit halber aus dem übersichtlichen Pool „kritischer Juden", die auch von anderen israelkritischen Texten immer wieder gern zitiert werden.

2. Konzentration

Erwähnen Sie in Ihrem Artikel nicht die Hamas – oder wenn, dann nur nebenbei, alles andere würde nur ablenken von Ihrem Thema: Schließlich geht es Ihnen in Ihrem Text um Israel!

3. Anschaulichkeit

Wählen Sie anschauliche Vergleiche, damit diejenigen, die noch weniger Ahnung haben als Sie, sich gleich ein Bild machen können. Vergleichen Sie den Gazastreifen mit dem Warschauer Ghetto und den israelischen Staat mit dem Apartheidregime. Wenn Sie literarischen Ehrgeiz besitzen, können Sie es auch mit Umschreibungen probieren: Bezeichnen Sie Gaza als „ein Gefängnis, ein Lager", in dem die Menschen zusammengepfercht sind. Hoffen Sie auf einen „Nelson Mandela" für Israel. Große Prosa entsteht, wenn der Leser die Leerstellen füllt.

4. Im Zweifel links

Lassen Sie durchblicken, dass Sie Linker sind oder zumindest über eine linke Vergangenheit verfügen. Denn wer links ist, ist bekanntlich gegen Nazis und kann also überhaupt gar nicht gegen Juden sein. Es sei denn (und Achtung!, jetzt wird es etwas kompliziert!): Die Juden verhalten sich selber wie Nazis. In diesem Fall können Sie zeigen, wie schlimm Sie den Holocaust finden, indem Sie ihn mit den Verbrechen Israels auf eine Stufe stellen.

5. Moralisches Erbe

Betonen Sie unbedingt und gebetsmühlenartig, dass gerade Sie als Deutscher und Linker die Pflicht haben, israelkritisch zu sein, da Sie zu neuem Unrecht nicht schweigen dürften.

6. Grundsätzlichkeit

Bleiben Sie in Ihren Vorwürfen gegen Israel möglichst pauschal, da zu viele Fakten den Leser verwirren. Gerade bei so einer hochkomplexen Materie darf man sich nicht in den Details verlieren. Nehmen Sie außerdem Abstand von konkreten Quellen – Sie sind hier schließlich der Nahostexperte! Sie sind die Quelle!

7. Kritische Verbundenheit

Schreiben Sie auf jeden Fall, dass Sie nur das Beste für Israel wollen: dass Sie im Gegensatz zu den „vorgeblichen Freunden Israels" (Jakob Augstein) sein wahrer Freund sind oder dass Sie, wie Harald Martenstein es im Tagesspiegel formuliert hat, sogar für Israel „beten" würden.

8. Ahnungsvolles Andeuten

Wenn Sie etwas schreiben wollen, für das Sie keine Belege haben, von dem Sie aber trotzdem glauben, dass es stimmt (die wahren Interessen Israels, der jüdische Griff nach der Weltherrschaft, die jüdische Kontrolle von Medien und Politik): Formulieren Sie es als Frage oder Andeutung! Fragen Sie zum Beispiel mit Jakob Augstein: „Wem nützt die Gewalt?" Und antworten Sie sich selbst: „Und dieses Mal auch – wie nebenbei – den US-Republikanern und der israelischen Regierung." In diesem, wie nebenbei gesetzten, „wie nebenbei" kann der Leser alles lesen, was Sie meinen (siehe auch Punkt 3: „Leerstellen lassen").

9. Immunisierung

Behaupten Sie, man dürfe Israel nicht kritisieren, ohne als antisemitisch abgestempelt zu werden. Damit unterstreichen Sie zum einen Ihren eigenen Mut; zum anderen machen Sie Ihren Text unangreifbar, weil jegliche Kritik an ihm Ihre These bestätigt.

10. Selbstkontrolle

Lesen Sie Ihren Text zum Schluss noch mal durch. Achten Sie darauf, dass Sie – auch wenn es schwerfällt – immer „Israel" geschrieben haben, anstatt „die Juden". Sie werden doch mit Ihrem antirassistischen Arsch nicht einreißen, was Sie so mühsam aufgebaut haben.

 

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